Wir sind´s die Büttners, die verrückten die von einem wunderschönen 6,70m teilintegrierten Wohnmobil umgestiegen sind auf einen Ford Ranger Extrakabine mit 200 PS und einer Tischer Trail 260SD. Wir erreichen nun eine Länge von knapp 6,20 m und einer Breite von nur noch 2,10 m.

 

 

 

Mittwochs abgeholt, eingeräumt und ab nach Schweden. Der Liebe Gott meint es auch noch gut mit uns und schickt uns Hitze...dabei wollten wir doch auch mal die Heizung testen...und durften damit um diese Jahreszeit in Schweden auch schon unsere Erfahrungen sammeln.

 

 

 

Wir nutzen die späte Nachtverbindung um 23:30 von Rostock nach Trelleborg.

 

Unser erster Weg geht nach Kämpinge, das Frühstück am Strand trotz strahlendem Sonnenschein, in unserer Kabine. Wir suchen uns einen wunderschönen Platz. Parken und das erste Frühstück nimmt seinen Lauf. Thomas parke ich auf der langen Dinette vor dem Alkoven, ich suche den Wasserkessel, die Schränke sind so groß und tief. Mein Brett, welches ich immer zum Schneiden vom Brot und Obst nutze passt nicht auf die Küchenzeile.

 

Alles ist enger, kleiner... hier muss erst mal Routine rein. Sonst gibt es ein Fiasko.

 

Stolz sitzen wir uns dann aber doch gegenüber, der Tisch gedeckt und jeder hat seinen Kaffee.

 

Wir gucken aus dem großen Panoramafenster und freuen uns.

 

 

 

Uns hält nix...es geht los.

 

Über die 108 stoppen wir in Lund und schauen uns den Dom an. Wandern durch die Stadt.

 

Ein lohnender Zwischenstopp.

 

 

 

Ein erstes Ziel ist der Schärengarten oberhalb von Göteborg. Wir fahren über die Brücke Tjörnbrön

 

auf die erste Insel Tjörn. Diese wollen wir umrunden. Nette kleinere Dörfer am Wasser wechseln sich mit Badestränden, welche man von der Straße aus anfahren muss, ab.

 

Weiter geht es über eine Brücke zur Insel Orust. Wir umrunden auch diese, stoppen in Möllesund in einem noch leeren Hafen zum Fischessen, gehen spazieren und fahren über die Insel, ohne dass uns etwas Besonderes auffällt.

 

Die nächste Insel erreichen wir per kostenloser Fähre.

 

Unser Ziel für heute soll Lysekil sein. Ein Stellplatz am Hafen. Dieser enttäuscht. Nicht schön gelegen, aber Zentrumsnah. Hier lohnt ein Besuch der Altstadt. Ansonsten enttäuscht uns Lysekill.

 

Im 19. Jahrhundert noch der Badeort, wirkt alles eingestaubt und runtergekommen.

 

Auf dem Stellplatz sind alle Augen auf uns gerichtet. Daran müssen wir uns noch gewöhnen.

 

Gott sei Dank ist der Platz einigermaßen gerade und wir brauchen keine Keile. Einzig aus der Luftfederung nehmen wir etwas Luft und schon stehen wir gerade.

 

 

 

 

 

Weiter nach Smögen, das Sylt in Schweden. Ein toller Schärengarten zum rumkraxeln, bunte Bootsschuppen, der 1 km lange Bootssteg im Hafen. Smögen ist einfach schön. Hier kann man es aushalten. Mit der Kabine konnten wir auch ohne große Probleme einen Parkplatz finden. Wenn ich da an die Parkplatzsuche mit dem Womo denke...

 

Unser Tipp: Wer gerne auf Campingplätze geht, hier einen Campingplatz ansteuern, absatteln und von hier aus die Inseln besuchen.

 

 

 

Wir haben ja immer Hummeln im Popo...nachdem wir alles abgekraxelt haben, Fischbrötchen gegessen haben, in die Sonne geblinzelt haben, geht es nun aber endlich in die Ruhe, dahin wo uns Schweden an Kanada erinnert.

 

 

 

Wir starten mit unserer ersten Wanderung im Narurreservat Kynnefjall. Wir haben 8 km Schotterpiste bis zum Parkplatz Kasebo lächelnd hinter uns gebracht. Wandern durch einen mit Ameisenhügeln durchzogenen Wald mit wunderschönen Picknickplätzen am See.

 

Hier nutzen wir auch zum ersten mal die Dusche. Alles etwas enger. Der Waschraum hat eine eigene Duschbrause mit Einhebelmischer an einer Seitenwand angebracht. Wir ziehen den Duschvorhang (es ginge auch ohne, aber ich habe keine Lust hinterher die Toilette und eventuell die Wände trocken zu reiben) rund rum zu, irgendwie ist es wie in einer zu kleinen Umkleidekabine. Aber es kommt warmes Wasser aus dem Brauseschlauch, mehr brauchen wir nicht. Danach fühlen wir uns wie neu geboren. Bei 29-Grad im Schatten auch kein wunder.

 

Das Kochen auf dem 3-Flammen Kocher klappt auch…wobei die dritte Flamme braucht man wohl nie. Auch die Frage: Wohin mit dem Nudelwasser..halten das die Schläuche aus?

 

Mittlerweile haben wir uns gut eingespielt. Den Schwenktisch können wir bei nicht gebrauch gut an die Fensterfront drehen und dabei immer noch bequem sitzen. Dadurch haben wir deutlich mehr Bewegungsfreiheit.

 

 

 

Es geht weiter nach Norden, an Ed vorbei, in den Tresticklan -Nationlpark. Im Park gibt es eine Menge kleiner Seen. Das merken wir am Abend, wo wir völlig erschöpft nach unserer Wanderung auf dem Parkplatz übernachten wollen. Wir sitzen draußen und uns überfallen die schwedischen Midges. Also schnell rein und ab unter die Dusche. Es klappt schon besser…Einzig...der Abwassertank ist etwas, na sagen wir beschränkt. Es ertönt beim Duschen auf einmal ein Geräusch…ahhhh…wir hatten ja gestern auch geduscht und nicht entleert. Jetzt wird es knapp.

 

100 Liter Frischwasser, die reichen ja lange. Aber der Abwassertank fast „nur“ 50 Liter. Daran müssen wir uns gewöhnen das man diesen jetzt öfters leert als früher.

 

 

 

Weiter ging es nach Bengtfoers, diese Stadt liegt am Lelangen See und ist auch Ideal als Ausgangspunkt für die bereits genannten Wanderungen. Es gibt einen Campingplatz. Auch befindet man sich hier in einem absoluten Kanurevier, Fahrradwege runden das Freizeitangebot ab.

 

Wir machen eine ausgiebige Wanderung am See entlang, entdecken ein leckeres Restaurant welches Mittagstisch anbietet und genießen den sonnigen Tag, ehe wir uns am nahen See Laxjö, genauer gesagt am Gutshof Baldernäs eine Übernachtungsmöglichkeit suchen. Der Park des Gutshofes lädt zum „Lustwandeln“ ein, das Naturschutzgebiet zu einem ordentlichen Abendspaziergang und der See zum schwimmen. Was will man mehr?

 

 

 

Am Dalsland Kanal schlängeln wir uns dann entlang zum Vännern. In dieser Region merken wir was der größte und beste Unterschied zum Wohnmobil ist, das Handling. Stopp, gedreht. Stopp, geparkt...einfach genieal kurz und schmal zu sein.

 

 

 

Wir schauen uns das Aquvädukt, die Kanalbrücke, in Haverud an. Oben die Straße, darunter die Eisenbahn, dann der Fluß auch auf einer Brücke...ach anschauen sollte man es sich.

 

Wir haben Glück und ein Schiff wird gerade geschleust.

 

 

 

Weiter zum Vännern, ein See der 2 mal so groß ist wie das Saarland. Man hat das Gefühl man steht am Meer. Wir fahren so lange es geht in der Nähe des Ufers, ehe wir uns entschließen in Trollhättan am Kanal zu bleiben. Auf einem Stellplatz am Hafen bekommen wir noch einen Platz.

 

Hier lohnt es sich das Fahrrad auszupacken. Fahrradwege entlang am Göta Älv bis zum Kattegat.

 

Es gibt ein Saab Museum...also hier ist man beschäftigt.

 

Uns zieht es weiter am Vännern entlang, zu einer Wanderung auf die Landzunge von Hinden srv. Eine Landzuge die 5 Km in den Vännern hineingeht und am Ende der Eiszeit entstanden ist. Nach der Wanderung kommt die Übernachtung am Vännern genau richtig.

 

Ruhig stehen wir auf einem Parkplatz der zum Badestrand führt. An unser Bett haben wir uns mitlerweile so richtig gut gewöhnt. Beide Alkovenfenster auf, das große Heki etwas angekippt und bei der Wärme können wir sehr gut schlafen. Wir fühlen uns mittlerweile wieder „zu hause“ .

 

 

 

Über Sjötorp fahren wir noch ein Stück den Götakanal entlang, auch hier gibt es wunderbare Radwege, ehe wir den Heimweg mit der Fähre antreten.

 

 

 

Eine letzte Übernachtung in Rostock. Dort testen wir dann doch mal den Fernseher.

 

Jetzt sind wir in unserem „Ted“ angekommen. Es ist so gemütlich das uns der Abschluß der Reise schwer fällt.

 

Aber es geht ja weiter am nächsten Wochenende müssen wir die Kabine absetzen.

 

Das wird bestimmt ein Abenteuer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ungefähre Route:

 

 

 

 

 

 

 

 

https://binged.it/2HLkxlH

 

 

 

 

 

Links:

 

 

 

https://visitsweden.de/

 

Infos über die Nationalparks: https://sverigesnationalparker.se/de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Point of Interesset:

 

 

 

Lund, der Dom http://lundsdomkyrka.se/deutsch/dom-von-lund/hauptschiff/

 

Tresticklans-Nationalpark

 

Altstadt von Lysekill

 

Smögen, der Schärengarten

 

Tresticklans-Nationalpark

 

Bengtfoers

 

Gutshof Baldernäs

 

Aquvädukt

 

Trollhättan mit dem Saab Museum, den Schleusen

 

Vännern, Göta Kanal

 

 

 

 

 

Die Stellplatzsituation in Schweden ist sehr gut. Die Preissituation ist allerdings anders wie bei uns.

 

Ab 10,-- Euro ist man dabei, oft liegt man bei 15,-- bis 20,-- Euro, dann aber oft mit Strom und sanitären Einrichtungen.

 

Freies Stehen ist in Schweden erlaubt.

 

Das Campingplatznetz ist sehr dicht in Südschweden.